Die Rallye Paris-Dakar galt immer als die härteste Rallye der Welt und wird heute nur noch als „Die Dakar“ bezeichnet. Sie wurde 1978 das erste Mal gestartet und führte von Paris nach Dakar im Senegal. Seit es aber 2008 zu Sicherheitsproblemen in Mauretanien kam und die Rallye abgebrochen werden musste, ist sie nach Südamerika verlegt worden. Der Name ist aber geblieben.
Das Rennen ist eine offene Rallye, was bedeutet, dass jeder daran teilnehmen kann. Deswegen sind auch 80 Prozent der Teilnehmer Amateure, was wiederum auch als Grund gesehen wird, warum es relativ viele Ausfälle und Unfälle gibt. Die Strecke führt fast ausschließlich durch unwegsames Gelände und fordert von Fahrern und Gerät eine Menge ab. Wertungen gibt es für Autos, Motorräder, Quads und Lastwagen. Die Autos, aber auch die Trucks, sind für den Off-Road-Gebrauch umgebaut worden, denn mit einem normalen Rallye Auto käme man nicht sehr weit.
Im Jahr 2009 wurde das Rennen, dass sich über 10000 Kilometer erstreckt, erstmals in Südamerika ausgetragen. Die Strecke führt durch den gesamten Westen des Kontinents, meistens aber durch Chile und Argentinien. Start und Ziel ist in den meisten Jahren in Buenos Aires gewesen.
Auch wenn es kein Risiko mehr gibt, was potenzielle Angriffe von Milizen angeht, ist die Rallye nach wie vor sehr gefährlich. Nach wie vor gibt es Tote und Verletzte. Insgesamt haben bei der Rallye Dakar 70 Menschen ihr Leben verloren, darunter auch der Gründer Sabine, der bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. 28 Fahrer verloren ihr Leben, viele wurde auch verletzt. Gründe für die Unfälle sind entweder Unerfahrenheit oder die Tatsache, dass manche Unfallopfer erst später gefunden werden.
Beste Deutsche bei der Dakar-Rallye war Jutta Kleinschmidt, die sie noch auf dem afrikanischen Kontinent gewinnen konnte. Im Jahr 2018 gewann der Formel-1-Pilot Carlos Sainz mit seinem Landsmann Lucas Cruz bei der Autowertung in einem Peugot 3008 DKR Maxi. Bei den Motorrädern war der Österreicher Matthias Walkner mit einer KTM erfolgreich.
Der erfolgreichste Fahrer der Dakar-Rallye ist Stéphane Peterhansel. Er hat das Rennen 7 Mal gewonnen, sowohl in Afrika als auch in Südamerika. Auf dem zweiten Platz ist Ari Vatanen, der vier Mal auf dem Podium stand. Der Franzose Peterhansel hat aber noch mehr Siege: Er gewann auch sechs Mal die Rallye auf dem Motorrad und führt damit beide Bestenlisten an.
Beim Rennen selbst werden etwa 13 Etappen gefahren, meistens werden pro Tag 800-900 Kilometer zurückgelegt. Von den knapp 10.000 Kilometern die vom Start bis zum Ziel zurückgelegt werden, fließen etwa die Hälfte in die Wertung ein. Das Rennen dauert etwa zwei Wochen und unterscheidet sich damit erheblich von den klassischen Weltmeisterschaftsläufen, die in der Regel drei Tage dauern. Gefahren wird jeden Tag, allerdings gibt es in der Mitte des Rennens einen Ruhetag.